Story of Ricky

by Markus
5 Minuten
Story of Ricky

Hintegrundgeschichte

In der nahen Zukunft, man schreibt das Jahr 2001, sind angesichts der weltweiten Überschuldung der öffentlichen Haushalte alle staatlichen Einrichtungen privatisiert. Selbst die Gefängnisse degenerieren zu kommerziellen Spekulationsobjekten. Die Strafanstalten werden oftmals von korrupten Geschäftsleuten geführt, die die Inhaftierten als billige Arbeitskräfte missbrauchen.

Der 21-jährige und mit übermenschlichen Kräften ausgestattete Qigong-Meisterschüler Ricky Ho (Name wurde für die internationale Synchronisation anglisiert) tritt in einem asiatischen Hochsicherheitsgefängnis, wo Gewalt und Anarchie an der Tagesordnung sind, eine zehnjährige Haftstrafe an, weil er sich an einem Drogendealer rächte, der den Freitod seiner Freundin herbeiführte. Der begnadete Kämpfer will eigentlich nur seine Zeit absitzen, doch bereits kurz nach seiner Ankunft muss der Gerechtigkeitsfanatiker seine gewählte Passivität aufgeben, als Mitgefangene malträtiert werden. Er stellt sich mit bloßen Händen einer Gruppe gewaltbereiter Inhaftierter in den Weg, die ihre Kameraden unterdrücken. So gerät er unweigerlich in den Fokus der vier Oberaufseher, die das Gefängnis beherrschen und lediglich dem Direktor und dessen Vertretung unterstehen.

Ein Capo versucht Ricky mit seinem Darm zu erwürgen

Zum Äußersten getrieben, entschließt sich Ricky gegen den allgegenwärtigen Terror vorzugehen. Zeitlich versetzt entdeckt er, dass der Westteil der Haftanstalt ein Anbauort für Schlafmohn zur Gewinnung von Opium ist. Bevor er sich jedoch der Gefängnisleitung stellen kann, entledigt er sich noch der drei verbliebenen Oberaufseher. Zwischenzeitlich wird er mehrmals gefoltert. Währenddessen rebellieren die anderen Strafgefangenen gegen den despotischen Gefängnisdirektor, und es kommt zu einem Aufstand.

Ricky schlägt die Mauer des Gefängnisses ein

Am Ende des Films tötet Ricky den Direktor, der sich in ein dämonenartiges Wesen verwandelt, nach einem kurzen Duell, indem er ihn in einen Fleischwolf drückt bis nur noch der Kopf übrig ist. Anschließend schlägt der Einzelkämpfer ein gewaltiges Loch in die Gefängnismauern, die fortan weder ihn noch seine rebellierenden Mitinsassen aufhalten können.

IMDB

  • Veröffentlichung
    • 5 October 1991 (Japan)
    • 9 April 1992 (Hong Kong)
    • 6 February 1997 (Germany)
  • Film Locations: Hong Kong, China
  • Laufzeiten
    • 1 hr 31 min (91 min) (Japan)
    • 1 hr 22 min (82 min) (cut) (Germany)
    • 1 hr 31 min (91 min) (unrated) (USA)
  • Stars: Yun-Fat Chow, Tony Chiu-Wai Leung, Teresa Mo
  • Regie: Ngai Choi Lam
  • Drehbuch
    • Tetsuya Saruwatari (Manga "Riki-oh")
    • Masahiko Takajo (Manga "Riki-oh")
    • Ngai Choi Lam (Screenplay)

Review

Story of Ricky ist seit langem das beste und härteste, was die 90er Jahre HK-Kino zu bieten haben. Vor allem SplatterFreunde jauchzen vor Freude auf, denn es gibt nur wenige Filme ausser Braindead und Premutos, wo man die Vorspultaste nicht betätigen muss, um zu einem der zahlreichen GoreEffekte zu kommen. Diese sind auch überwiegend sehr gut gemacht und kommen auch heftig rüber. "Abgemildert" werden diese aber durch manche (unfreiwillige) Lacher, obwohl der Grundtenor des Filmes doch recht Ernst ist.

Ricky zieht einen Nagel aus seiner Hand

Die total überzogenen Splatter-Effekte machen einfach Spass und sind handwerklich grösstenteils besser als in den anderen Streifen. Wenn ein Häftling im Duschtrakt sein Auge in ein Nagelbrett versenkt oder jemand versucht, einen anderen mit seinen eigenen Gedärmen zu erwürgen, kann man nur noch staunen und lachen.

Als einen negativen Punkt würde ich den Direktor wie er am Ende zu einem riesigen Monster mutiert nennen. Das war irgendwie schlecht gemacht. Aber sein Sohn entschädigt das, denn der ist wirklich zum totlachen! Das größte Manko jedoch die Synchronisation, die den Film schon ins Lächerliche abgleiten lässt und ihn so zu einem astreinen PartySplatter werden lässt.

Insgesamt ist Story of Ricky ein total gelungener Film der zu keiner Minute langweilig ist. Für Fans des Japan- und Splatterfilms sowieso Pflicht, und für alle Anderen auch!

Bewertung von SplatterPlanet